Erzbergrodeo XVII – Taddy Blazusiak (POL) gewinnt zum fünften Mal in Folge! 

Monday, June 27, 2011 8:14:00 AM

 „Für echte Männer“ - „Tougher than iron“ - „Der Berg aus Eisen“ – dies sind nicht nur irgendwelche Slogans – das der Erzberg!

Streckenabschnitte namens Wasserleitung, Badewanne, Wasserhaus,… - man (bzw. der Erzbergkenner) weiß worum es sich handelt und dennoch schafft es die Crew rund um Karl Katoch immer wieder selbst diese Anfangspassagen etwas zu würzen sodass selbst bekannte Abschnitte kein Auge trocken lassen. Engere Korridore und verkürzte Anfahrten machen die Checkpoints immer selektiver ehe spätestens 4h nach Startschuss nur noch eine Hand voll wieder in der „Iron Zone“ (so nennt sich der Trainingsparcours in der Erzbergarena)  am Zielhügel eintrifft.

So auch in diesem Jahr – es war wohl der härteste Erzberg aller Zeiten! Der ständig einsetzende Regen der Vortage und tiefe Temperaturen schafften nicht gerade leichte Bedingungen um in die schon fast unmenschliche 35km lange Strecke zu starten.

Zum Start des 17. Red Bull Harescramble war der Gipfel des 1466 Meter hohen Berg aus Eisen in eine Wolkenhülle verpackt als würde er es jedem Fahrer übel nehmen der „gegen“ ihn startet. Die ersten die dem Rechnung tragen mussten waren die Flying Bulls, welche mit ihrer spektakulären Flugshow einen Vorgeschmack auf die AIRPOWER11 geben wollten. So harrten die die 10 Startreihen á 50 Mann am Fuße des Berges ohne Pausenprogramm, bei zum Teil in knöcheltiefem Wasser, bis Punkt 12:00 Uhr aus ehe die Startflagge fiel. 

Die Weltelite des Motorsports war wieder zu Gast in der Stadt Eisenerz und hat es ordentlich krachen lassen. Fahrtechnik in Vollendung und ein paar kleine Zuschauereinlagen nebenbei – so präsentierte sich Taddy Balzusiak & Co den 35.000 Zusehern und Fans an diesem Wochenende.

Taddy Blazusiak

Nach 20 schier endlosen Checkpoints kam der mehrfache Trialchampion und Endurocrack Graham Jarvis (UK) als Erster über die Ziellinie – sollte das Rennen aber nicht ab Siegertreppchen beenden. Nach seiner gewaltigen Aufholjagd auf Blazusiak und dem anschließendem Überholmanöver auf dem Retourweg in „Carls Dinner“, hatte er trotz Zuschauerzurufe den unmittelbar darauf situierten Checkpoint nicht angefahren und konnte am Ende eben nicht alle Durchfahrtskontrollen aufweisen. Schade für den Briten welcher schon im Vorfeld angekündigt hatte dass er noch nie so nahe an Blazusiak war wie in der heurigen Saison.

Ähnlich mit den Checkpoints erging es auch Cyril Despres und ein paar anderen Fahrern der Weltelite.

Am Ende waren es schließlich Taddy Blazusiak, Dougie Lampkin und der erst 20-jährige Jonny Walker die nach mehr als zwei Stunden Schinderei offiziell geehrt wurden.

Der Rest der Meute lag wieder über alle Passagen verstreut. Besonders zu schaffen machten den Hobbypiloten steilste Waldpassagen und vor allem die NO HELP Zonen. Doch wer es bis dahin geschafft hat – hat ohnehin eine wahre Glanzleistung vollbracht.

Machine

Offizielles Endergebnis Red Bull Hare Scramble 2011:

1. Taddy Blazusiak (POL, KTM 250 EXC)           2:12,03 Stunden
2. Dougie Lampkin (UK, Gas Gas EC300E)        2:18,41
3. Jonny Walker (UK, KTM 300 EXC)                 2:39,27
4. Ben Hemingway (UK, KTM 300 EXC)             2:49,10
5. Xavier Galindo (ESP, Husaberg)                   3:02,45
6. Dan Hemingway (UK, KTM 300 EXC)           3:03,20
7.
Taichi Tanaka (JPN, KTM 300 EXC)               3:14,48
8.
Chris Birch (NZL, KTM 300 EXC)                  3:22,23
9. Lars Enöckl (AUT, KTM 250 EXC)                  3:52,10

 

Detailergebnisse:

Harescramble

Harescramble Overall

Prolog - Competition Single

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